Technik

Bahnübergänge 

Zukünftig werden die Züge über Elektronische Stellwerke gesteuert. Damit ist auch die Anpassung an den Bahnübergängen notwendig. Damit steigen auch die Anforderungen an die Sicherheit an Bahnübergängen.

Deshalb rüsten wir ältere Übergänge (z. B. mit mechanischer Sicherung) auf moderne Technik um – mit Lichtzeichen, Schranken, längeren Einschaltwegen und digitaler Fernüberwachung.

So bleiben die Bahnübergänge auch zukünftig sicher und zuverlässig.

1. Zug befährt Einschaltstelle Gleisschaltmittel lösen den Sicherungsvorgang aus. 2. Überwachungssignal zeigt weißes Standlicht es Standlichgnal zeigt Der Bahnübergang ist gesichert. Ist dies nicht der Fall, muss der Lokführer vor dem Übergang halten. 3. Lichtzeichen warnen Straßenverkehr Erst leuchten sie gelb, kurz darauf rot - sofortiger Stopp für den Straßenverkehr. 4. Halbschranken schließen Barriere für den Straßenverkehr. zusätzlich zu den Lichtzeichen. 5. Zug befährt „Ausschaltabschnitt" Die Schranken öffnen sich wieder. Die roten Lichtzeichen erlöschen

Interaktive Karte Bahnübergänge

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Telekommunikation

GSM-R-Sendemast

Zugfunk mit GSM-R

Global System for Mobile Communications – Railway ist das Funkkommunikationssystem der Bahn. Es ermöglicht die sichere und zuverlässige Kommunikation zwischen Lokführer:innen, Leitstellen und Streckenpersonal – zum Beispiel für Fahrbefehle oder Notrufe.

Es ist speziell auf die Anforderungen des Bahnverkehrs abgestimmt und gehört zur europäischen Standardausstattung im Zugfunk.

GSM-R – Das Funknetz der Bahn

Vorteile:

  • Störungsfreie Kommunikation – ohne Unterbrechungen
  • Hohe Zuverlässigkeit – keine Störungen durch andere Netze
  • Gruppenkommunikation – Infos gleichzeitig an mehrere Beteiligte
  • Direkte Kommunikation – z. B. direkte Verbindung zum Fahrdienstleiter
  • Funktioniert bahnweit und europaweit
  • Ähnlich wie das Handynetz, aber extra sicher und stabil
  • Hält auch bei viel Verkehr zuverlässig durch
  • Besteht aus standardisierten Bausteinen
  • Notruf-Priorisierung – wichtige Rufe haben immer Vorrang
  • Falls das GSM-R-Netz mal ausfällt, springt das normale Handynetz ein – dafür gibt es einen klaren Notfallplan.

 

Oberleitungen

Oberleitung – Strom für unterwegs

Die Oberleitung versorgt unsere Züge mit Strom – über den Stromabnehmer auf dem Zugdach. Der Strom fließt durch den Fahrdraht zum Zug und über die Schienen wieder zurück – so entsteht ein geschlossener Kreislauf.

Damit sich der Stromabnehmer nicht immer an derselben Stelle abnutzt, verläuft die Leitung leicht im Zickzack über dem Gleis.

Wir bauen eine moderne Oberleitungsanlage – inklusive neuer Schaltposten, die für eine stabile Stromversorgung auf der Strecke sorgen.

Oberleitung Detail
Bahnstromnetz

Wie kommt der Strom zum Zug?

Der Strom für die Bahn wird an bestimmten Punkten ins Netz eingespeist – in sogenannten Unterwerken.

Dort wird der Strom aus der Bahnstromleitung von 110.000 Volt auf 15.000 Volt heruntertransformiert und in die Oberleitung eingespeist.

Ein Unterwerk versorgt etwa 50 Kilometer Strecke – danach übernimmt das nächste. So sind die Züge auf der ganzen Strecke zuverlässig mit Energie versorgt.

Streckenbau und Gleis

Streckenbau – ein Gleisbett in zwei Schritten

1. Unterbau

Wir bereiten den Boden vor – oft mit Schotter, Frostschutzschichten und Entwässerung. Das sorgt für Stabilität und schützt vor Setzungen.

2. Oberbau

Darauf werden Schwellen und Schienen verlegt, eingebettet in Gleisschotter. Der Oberbau trägt die Züge, hält die Spur – und sorgt für ruhiges Fahren.

So bauen wir neue Gleise, mit Maschinenpower

Alte Gleise raus

Zuerst kommen unsere Gleisumbauzüge oder Bagger und nehmen die alten Schienen, Schwellen und den Schotter raus. Was wir wiederverwenden können, wird recycelt.

Untergrund vorbereiten

Dann richten wir den Untergrund her – mit Planier- und Verdichtungsmaschinen, damit später alles stabil liegt und gut entwässert ist.

Neue Gleise verlegen

Unsere Gleisumbauzüge legen in einem Zug neue Schwellen und Schienen ein – schnell, präzise und effizient.

Schotter einbringen & verdichten

Wir schütten frischen Schotter auf und stopfen ihn mit speziellen Maschinen unter die Schwellen – damit das Gleis fest und sicher sitzt.

Feintuning zum Schluss

Zum Schluss richten wir alles millimetergenau aus – damit der Zug später ruhig und zuverlässig über die Strecke rollt.

Kabelkanäle und Streckentechnik

Kabelkanäle schützen die nötigen Kabel vor Witterung, Beschädigungen und Vandalismus, sorgen für geordnete Verlegung, leichtere Wartung und Platz für spätere Nachrüstungen.

Signalkabel übertragen Steuerbefehle vom Stellwerk an Signale und Weichen, z. B.: „Signal auf Grün“ (Fahrt) oder „Weiche stellt Fahrtrichtung A–B oder A–C“

Telekommunikationskabel verbinden die Stellwerke miteinander und dienen der Übertragung von Daten, Sprache und Steuerbefehlen z. B.: für die Oberleitungssteuerung und der Diagnose von Weichensystemen.

Stromkabel liefern den Strom für den Bahnbetrieb – vom Stellwerk über die Weichenheizung bis zur Schranke und Bahnhofbeleuchtung.

Erdungskabel sorgen für Sicherheit, indem sie vor Überspannung und elektrischen Schlägen schützen – etwa bei einem Blitzeinschlag.

Die Grafik stellt schematisch einen Kabelkanal dar, in dem das Signalkabel für Befehle und das Telekommunikationskabel für Informationen liegen.

So bleiben Weichen in Bewegung

Eine Weiche ist ein mechanisches Bauteil, es sorgt dafür, dass Züge von einem Gleis auf ein anderes wechseln und ihre Richtung ändern können. Dafür müssen sich bestimmte bewegliche Teile – wie die Weichenzungen – ganz genau bewegen.

Im Winter kann:

  • Eis die Mechanik blockieren
  • Schnee oder gefrorener Matsch verhindern, dass sich die Zungen richtig bewegen
  • Im schlimmsten Fall friert die Weiche fest

Damit das nicht passiert, bauen wir Weichenheizungen ein. Die halten die Mechanik auch bei Minusgraden beweglich – für einen reibungslosen Bahnbetrieb im Winter.

Kritische Teile der Weiche werden erwärmt, das Eis wird geschmolzen und die Mechanik bleibt beweglich. Es gibt verschiedene Systeme, z.B. elektrische Heizdrähte, Gasbrenner oder Infrarotstrahler. Weichenheizungen kommen an wichtigen Knotenpunkten und Abschnitten mit hoher Verkehrsdichte und empfindlichen Weichen zum Einsatz.

Schematische Darstellung einer Weichenheizung

Schematische Darstellung Weichenheizung