Historie
Geschichte der Bahnstrecke Halle (Saale) – Eichenberg
- 1838 wurde eine Bahntrasse über Nordhausen erwogen, aber die Strecke über Erfurt setzte sich durch
- 1862 schlossen Preußen und die Magdeburg-Köthen-Halle-Leipziger Eisenbahn-Gesellschaft einen Vertrag für eine Strecke von Halle nach Heiligenstadt
- 1863 Konzession für den Bau wurde erteilt
- 1865 Verkehr von Halle nach Sangerhausen startet, bis Nordhausen 1866 und bis Arenshausen 1867
- 1872 Anschlussstrecken Nordhausen – Northeim und Wolkramshausen – Erfurt gingen in Betrieb
- 1876 Verstaatlichung und Integration in das Projekt der Kanonenbahn
Kanonenbahn: militärstrategische direkte Bahnverbindung von Berlin nach Metz, für den Personenverkehr (wegen der gezielten Städteumfahrung) nahezu keine Bedeutung.
- 1883 lösten sich Güterwaggons im Tunnel Blankenheim und rollten führerlos 30 km weit
- bis 1939: Der Verkehr entwickelte sich schnell. Schon nach wenigen Jahren wurden mehrere Anschlussstrecken in Betrieb genommen
- 1945: Schwere Schäden und Explosionen im Zweiten Weltkrieg; im April explodierte im Bahnhof Sangerhausen ein Munitionszug
- Mai 1945 Wiederaufnahme des Verkehrs

Strecke Halle (Saale) – Eichenberg ab 1945
- Mai 1945 Wiederaufnahme des Verkehrs
- nach 1945 Unterbrechung der Bahnstrecke zwischen Arenshausen und Eichenberg
- Bis 1952 Versuche zur Wiedereröffnung der Strecke; zunehmende Undurchlässigkeit der Grenze; Gleise wurden abgebaut
- 1954 das zweite Gleis zwischen Halle und Sangerhausen, das kriegsbedingt abgebaut wurde, wird wiederhergestellt
- 1965 Verlegung der Strecke bei Berga-Kelbra
- 1964 Wiederaufbau des zerstörten Empfangsgebäudes in Sangerhausen im Stil der Moderne
- Ende der 1960er Jahre Ausbau im Raum Halle für Chemiearbeiter- und Güterverkehr
- 1969 Aufnahme des elektrischen Betriebs zwischen Halle Hauptbahnhof und Halle-Nietleben
- 1972 letzter elektrifizierter Abschnitt Angersdorf – Holleben wird in Betrieb genommen
- Errichtung des Haltepunkts Halle Rosengarten mit modernen Betonfertigteilen
- ab 1970 Anlage der Neubaugebiete Silberhöhe und Südstadt in Halle.
- Bau der S-Bahn-Strecke Halle Wörmlitz – Halle Südstadt Sa mit Haltepunkten an Silberhöhe und Bahnhof Halle Südstadt
- Der Abschnitt Abzw Sa – Angersdorf erhielt zweimal eingleisigen Streckenblock, um S-Bahn und Stammstreckenverkehr zu trennen
- Kaliabbau, Zementindustrie und verstärkter Güterverkehr führten zum zweigleisigen Ausbau bis Sollstedt
- 1986 Beschluss zur Elektrifizierung von Halle bis Leinefelde, vollendet 1993
- 1989 Planungsauftrag für die Schließung der 3,9 km langen Gleislücke zwischen Arenshausen und Eichenberg
- Mai 1990 Lückenschluss
- 1994 Strecke bis auf Eichenberg zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert
- 1998 Eichenberger Kurve ermöglicht Direktfahrten zwischen Halle/Erfurt und Göttingen

Blankenheimer Rampe am Horburger Sattel

Als ab 1835 die ersten Eisenbahnen in Deutschland eröffnet wurden, stellten deutsche Mittelgebirge ein Hindernis für den Bahnbau dar.
Viele Pläne für Hauptbahnen durch die Berge scheiterten an finanziellen und technischen Schwierigkeiten.
1850 gelang auf der Strecke Stuttgart – Ulm die erste erfolgreiche Eisenbahn-Gebirgsquerung in Europa, ermöglicht durch den Bau eines steilen Rampenabschnitts.
Die Strecke von Halle bis Sangerhausen ist überwiegend flach.
Ein Höhenzug bei Eisleben, eine Scholle und Ausläufer des Ostharzes behinderte am nördlichen Rand den Verlauf der Strecke.
Bis zur Elektrifizierung unterstützten Schublokomotiven Güterzüge auf den Anstiegen beider Seiten des Blankenheimer Tunnels (Blankenheimer Rampe oder Riestedter Rampe, wobei Lokomotiven 120 Jahre lang im Bahnbetriebswerk Röblingen am See stationiert waren.




















